Soziale Netzwerke:
- Websites wie Facebook oder MySpace verfügen über Datenschutzmechanismen.
- Auf einigen Websites dürfen Kinder erst ab 13 Jahren ein Profil erstellen, jüngere Kinder richten aber unter Umständen dennoch Konten ein.
- Soziale Netzwerke sind ein Ort, an dem Kinder mit Freunden in Kontakt bleiben und sich selbst darstellen können.
- Es gibt nie eine 100-prozentige Garantie für Datenschutz (auch mit Einstellungen), denn alles kann kopiert und versendet werden.
- Unangemessene Bilder, Posts oder Nachrichten können der Reputation schaden.
- Kinder können ihre Freunde „taggen" (oder kennzeichnen), was eine Verletzung der Privatsphäre zur Folge haben kann.
Es geht nur um das Zusammensein mit Freunden – auch online
Es ist 20.30 Uhr an einem Wochentag. Wissen Sie, wo Ihr Kind ist? Wahrscheinlich ist es vor seinem Computer und besucht die Website eines sozialen Netzwerks. Aber wissen Sie auch, was Ihr Kind dort tatsächlich macht? Es ist eine andere Welt, und wir erklären Ihnen im Folgenden in welcher virtuellen „Welt“ sich Ihre Kinder treffen.
Soziale Netzwerke sind Orte, an denen Personen sich online treffen. Die Funktionsweise der Websites ist ziemlich simpel: Nutzer, die sich anmelden, erhalten ein Profil, in dem sie Bilder und andere Inhalte veröffentlichen können. Sie schreiben darüber, was ihnen gefällt, und verbringen Zeit mit ihren Freunden. Sie sind zum festen Bestandteil des sozialen Lebens von vielen Personen geworden. Soziale Netzwerke sind wichtige Kommunikationszentren, in denen Nutzer Instant Messaging nutzen können, sich untereinander austauschen und öffentliche und private Kommentare auf Pinnwände schreiben. Ob Spiel, Quiz oder Anwendungen, in der man andere umarmen oder ein Bier mit Freunden trinken kann, soziale Netzwerke sind vielseitig. Beispiele für soziale Netzwerke sind „Kindernetz" und „Kindersache" (für kleinere Kinder) und Facebook und MySpace für Jugendliche ab 13 Jahren.
Warum Datenschutzvorkehrungen wichtig sind
Wenn Ihr Kind keine Datenschutzeinstellungen verwendet, wird alles, was es in Form von Bildern oder Worten über sich sagt, der ganzen Welt zugänglich sein – Fremden, Zulassungskomitees von Hochschulen und sogar potenziellen Arbeitgebern. Kinder sind intelligent genug, um Inhalte zu veröffentlichen, jedoch nicht immer reif genug, um die Konsequenzen ihres Handelns zu verstehen.
Auch wenn Ihre Kinder denken, ihre Datenschutzeinstellungen im Griff zu haben, so gibt es immer Mittel und Wege, um auf die Seiten von Nutzern zu gelangen. Aus diesem Grund ist die Offenlegung persönlicher Daten besorgniserregend.
Tipps für Eltern mit kleinen Kindern
- Achten Sie auf altersgerechte Websites. Für kleinere Kinder sind Websites mit starken Sicherheitsvorkehrungen wie „Kindersache" gut geeignet, da sich Kinder dort amüsieren können, ohne unangemessene Inhalte oder Kontakte fürchten zu müssen.
Tipps für Eltern mit älteren Kindern
- Sagen Sie Ihren Kindern, dass sie nachdenken sollen, bevor sie etwas veröffentlichen. Erinnern Sie sie daran, dass alles einem großen Publikum (auch bekannt als Freunde von Freunden von Freunden) zugänglich ist. Eltern sollten demnach mit Ihren Kindern gemeinsam darüber sprechen, was sie alles veröffentlichen und was sie besser nicht öffentlich zugänglich machen sollten.
Legen Sie ihre Datenschutzeinstellungen fest. Zeigen Sie ihnen, wo sie die Datenschutzeinstellungen finden können und helfen Sie Ihren Kindern beim Einrichten der Datenschutzfunktionen. - Regeln Sie genau, was bei Kommunikationen, Spielen und Posts angemessen und nicht angemessen ist. Von Posts, in denen es um Drogen- und Alkoholkonsum oder sexuelle Angeberei oder Aktivitäten geht, sollte Abstand genommen werden. Diese Inhalte könnten für die Kinder unter Umständen problematisch werden.
- Legen Sie Wert auf Freundlichkeit. Viele Websites bieten anonyme Anwendungen wie „Toilettenwände" oder „Ehrlichkeitskisten", in denen Nutzer ihren Freunden sagen können, was sie von ihnen halten. Wenn Ihre Kinder jemandem etwas nicht ins Gesicht sagen würden, dann sollten sie es auch nicht veröffentlichen.
- Erstellen Sie selbst ein Konto. So finden Sie heraus, was Kinder tun und nicht tun dürfen.
Tipps für Eltern von Jugendlichen
- Sprechen Sie über ihre digitale Welt. Erinnern Sie sie daran, dass jeder ihre Seiten anzeigen kann, auch wenn sie denken, dass das niemand tun wird. Potenzielle Arbeitgeber und Zulassungskomitees von Hochschulen können diese Websites ganz einfach aufspüren. Bitten Sie die Jugendlichen, sich Gedanken darüber zu machen, wer ihre Seiten sehen könnte und wie dieser die Posts oder Fotos interpretieren würde.
- Sagen Sie ihnen, dass alles, was sie erstellen oder sagen, kopiert, geändert und herumgeschickt werden kann. Sobald sie etwas auf ihren Seiten einstellen, liegt es nicht mehr in ihrer Kontrolle und kann aus dem Kontext gerissen und dazu verwendet werden, ihnen oder anderen zu schaden. Dies gilt unter anderem für Gespräche und Fotos zum Thema Sex, Drogen und Alkohol. Erklären Sie ihnen, dass Dinge, die online eingestellt werden, kein Verfallsdatum haben. Wenn sie etwas nicht auf die Wand in der Schule schreiben würden, dann sollten sie es auch nicht auf ihren Seiten veröffentlichen.
- Erinnern Sie sie daran, sich stets höflich und anständig auszudrücken. „Was du nicht willst, das man dir tut, das füg' auch keinem anderen zu."
- Erlauben Sie Treffen mit anderen, falls unbedingt nötig, nur an öffentlichen Orten und in Begleitung von Freunden. Wir alle möchten gerne glauben, dass unsere Kinder sich nicht mit Fremden treffen würden – manchmal tun sie das aber. Betonen Sie, dass das weder eine sichere noch eine gute Idee ist und dass sie sich niemals alleine mit Fremden treffen sollten.
- Behalten Sie die Zeit im Auge. Auf Websites von sozialen Netzwerken kann man Stunden verbringen. Die Zeit vergeht wie im Flug – und die Hausaufgaben bleiben auf der Strecke.
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